Lions-Club Krefeld-Gelduba

Neufassung vom 1. Oktober 2012

Artikel 1

(1) Der mit dem Sitz in Krefeld gegründete Lions-Club Krefeld-Gelduba ist ein nicht eingetragener Verein.

(2) Er gehört der Internationalen Vereinigung der Lions-Clubs (Lions Clubs International) an und ist deshalb Mitglied des Multi-Distrikts 111-Deutschland, deren Ziele, allgemeine Grundsätze und Statuten er als verbindlich anerkennt.

Artikel 2

Zweck des Clubs ist, der Allgemeinheit zu dienen. Seine Mitglieder verpflichten sich zu entsprechenden Initiativen (Activities).

Artikel 3

Der Club ist parteipolitisch und konfessionell neutral. Er betrachtet Toleranz als wichtige Grundlage menschlichen Zusammenlebens.

Artikel 4

(1) Mitglied des Clubs kann nur werden, wer hierzu aufgefordert wird. Artikel 7 Abs. 2 und 3 bleiben unberührt.

(2) Als Mitglied kann jede volljährige Person mit gutem Leumund und charakterlicher Eignung aufgenommen werden, die sich zu den Lions-Zielen bekennt. Sie soll sich beruflich bewährt und in der Regel ihren Wohn- oder Berufssitz im Einzugsgebiet des Lions-Clubs haben. Mitglied kann nicht werden, wer bereits Mitglied eines anderen Lions-Clubs ist.

(3) Die Berufszugehörigkeit der Mitglieder soll möglichst breit gestreut sein.

(4) Jedes Mitglied soll an den festgesetzten Zusammenkünften teilnehmen und sich im Falle der Verhinderung entschuldigen.

Artikel 5

Die Aufnahme neuer Mitglieder geschieht nach folgendem, Verfahren:

(1) Jedes Clubmitglied (Bürge) hat das Recht dem Präsidenten einen Kandidaten zur Aufnahme vorzuschlagen. Dieser lässt durch den Aufnahmeausschuss den Vorschlag prüfen.

(2) Befürwortet der Präsident den vorgeschlagenen Kandidaten, wird dieser in der nächsten Club-Veranstaltung den Club-Mitgliedern vorgestellt (ohne selbst präsent zu sein) und anschließend zur Abstimmung gestellt. Diese beabsichtigte Vorstellung (inkl. Benennung und Kurzdarstellung des Kandidaten) wird allen Club-Mitgliedern mit einem Vorlauf von mindestens drei Wochen vor der Veranstaltung schriftlich, per E-Mail oder Fax mitgeteilt. Gleichzeitig ergeht der Hinweis, dass in der betreffenden Club-Veranstaltung über den Vorschlag abgestimmt wird. Nicht anwesende Club-Mitglieder können sich bis zu diesem Termin gegenüber dem Präsidenten schriftlich äußern. Wird eine Äußerung nicht abgegeben, gilt dies als Zustimmung. Wenn in der Abstimmung ein Club-Mitglied widerspricht, ist der Vorschlag abgelehnt. Bedenken sind gegenüber dem Vorsitzenden des Aufnahmeausschusses oder dem Präsidenten zu begründen.

(3) Wird eine Einladung gebilligt, ist der Vorgeschlagene zu zwei Club-Veranstaltungen einzuladen. Eine der Teilnahmen wird dazu genutzt, dass sich der Kandidat im Rahmen eines Ego-Vortrages der Club-Versammlung vorstellt.

(4) Hat der Eingeladene an den Club-Veranstaltungen teilgenommen, entscheidet die Club-Versammlung über die Aufnahme. Hierauf ist in der üblichen Einladung zur Club-Versammlung hinzuweisen. Abwesende Mitglieder können ihr Votum gegenüber dem Präsidenten schriftlich abgeben. Der Vorgeschlagene ist aufgenommen, wenn drei Viertel der abgegebenen Stimmen der Aufnahme zustimmen und er selbst seine Aufnahme bestätigt.

(5) Die Clubmitglieder haben über Aufnahmeverhandlungen und Abstimmungen Stillschweigen zu bewahren.

Artikel 6

(1) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

(2) Jedes Mitglied kann jederzeit seinen Austritt durch schriftliche Mitteilung an den Präsidenten erklären. Die finanziellen Verpflichtungen des Mitgliedes erlöschen erst mit dem Ende des Geschäftsjahres, in dem die Austrittserklärung zugegangen ist.

(3) Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es

a) mangelndes Interesse am Leben und an den Zielen des Clubs bekundet,

b) trotz zweimaliger schriftlicher befristeter Ausforderung seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Club nicht nachkommt,

c) durch sein berufliches oder privates Verhalten gegen die Ziele oder das Ansehen des Clubs verstößt.

(4) Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand mit Zweidrittelmehrheit, nachdem der Betroffene Gelegenheit erhalten hat, sich zu äußern. Dabei soll auch die Möglichkeit eines freiwilligen Austritts statt eines Ausschlusses vorrangig erwogen und dem Betroffenen ggf. nahegelegt werden. Erhebt der Betroffene binnen vier Wochen nach Übermittlung des Beschlusses über den Ausschluss, der ihm durch eingeschriebenen Brief zuzustellen ist, Einspruch, so entscheidet die Mitgliederversammlung. Die Bestätigung des Ausschlusses bedarf der Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

(5) Gegen die Entscheidung der Mitgliederversammlung kann das ausgeschlossene Mitglied innerhalb von 30 Tagen ab Kenntnisnahme der Entscheidung die Einleitung eines Schlichtungsverfahrens nach der Schlichtungsordnung des Multi-Distrikts 111 beim zuständigen Distrikt-Governor beantragen. Staatliche Gerichte können erst nach dem Schlichtungsverfahren angerufen werden.

Artikel 7

(1) Mitglieder eines anderen Lions Clubs können an Veranstaltungen des Clubs als Gäste teilnehmen.

(2) Nehmen sie ihren Wohnsitz im Einzugsbereich des Clubs, werden sie auf ihren Antrag und auf Empfehlung ihres bisherigen Clubs als Mitglied aufgenommen, sofern nicht die Mehrheit der Mitglieder in der darüber abstimmenden Clubversammlung dagegen stimmt. Hierbei dürfen die Berufszugehörigkeit und das Lebensalter kein Hindernis sein.

(3) Ein Leo oder ein ehemaliges Mitglied eines Leo Clubs ist in den Club aufzunehmen, wenn mindestens zwei Mitglieder des Clubs dies vorschlagen und die Mehrheit der Mitglieder des Clubs nicht dagegen stimmt. Hierbei darf die Berufszugehörigkeit des Aufzunehmenden kein Hindernis sein. Dem Leo Club, dem das ausgeschiedene Leo-Mitglied angehörte, und dem für diesen bürgenden Lions Club muss vor der Aufnahme Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Diese Regel gilt für die Dauer von fünf Jahren nach Ausscheiden aus dem Leo Club.

Artikel 8

(1) Den jährlichen Mitgliedsbeitrag setzt die Mitgliederversammlung fest. Er muss die Verwaltungsbeiträge enthalten, die an den Multi-Distrikt, den Distrikt sowie an Lions Clubs International abzuführen sind.

(2) Die Beschlussfassung über Sonder-Umlagen bedarf einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder.

(3) Die Haftung der Mitglieder beschränkt sich auf das Vereinsvermögen.

(4) Das Club-Geschäftsjahr läuft vom 1. Juli bis 30. Juni.

(5) Für den Verwaltungsbereich und den Activity-Bereich sind getrennte Konten zu führen. Für den Activity-Bereich kann ein Clubhilfswerk gegründet werden. Einnahme-Activities sind durch eine gemeinnützige Körperschaft (z.B. Clubhilfswerk) zu veranstalten.

Artikel 9

(1) Organe des Clubs sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

(2) Die Mitgliederversammlung kann Ausschüsse für besondere Aufgaben bilden.

Artikel 10

(1) Ordentliche Mitgliederversammlungen müssen mindestens zweimal im Laufe des Clubjahres mit vierzehntägiger Frist unter Angabe der Tagesordnung durch den Vorstand schriftlich für die Monate März und Oktober einberufen werden.

(2) Die Mitgliederversammlung wählt im Frühjahr eines jeden Jahres den Vorstand für die Dauer eines Clubjahres sowie einen Rechnungsprüfer. Sie bestellt die Delegierten des Clubs zur Distrikt- und zur Multi-Distrikt-Versammlung und zur International Convention. Die dafür notwendigen Kosten werden in einem vom Vorstand festgelegten Rahmen beschlossen.

(3) Im Herbst eines jeden Jahres nimmt die Mitgliederversammlung den Jahresbericht des Past-Präsidenten, die Jahresrechnung des Schatzmeisters und den Bericht des Rechnungsprüfers für das abgelaufene Clubjahr entgegen. Sie entscheidet über die Entlastung des Vorstands.

(4) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind auf schriftliches Verlangen von mindestens einem Viertel der Mitglieder innerhalb von vierzehn Tagen mit bestimmter Tagesordnung durchzuführen.

(5) Regelmäßige Club-Versammlungen finden zweimal im Monat statt. Eine regelmäßige Club-Versammlung gilt als ordentliche Mitgliederversammlung, wenn dies den Mitgliedern vom Vorstand mindestens 2 Wochen vorher unter Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich mitgeteilt wird.

Artikel 11

(1) Die Mitgliederversammlungen sind stets unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.

(2) Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit gefasst, sofern diese Satzung nicht ein anderes Stimmenverhältnis vorschreibt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Präsidenten oder im Falle seiner Verhinderung die seines Stellvertreters den Ausschlag. Stimmrechtsübertragungen und schriftliche Stimmabgaben durch abwesende Mitglieder sind unzulässig.

(3) Eine Satzungsänderung kann nur in einer Mitgliederversammlung mit einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.

(4) Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das von dem Versammlungsleiter und vom Sekretär zu unterschreiben ist.

Artikel 12

(1) Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand für die Dauer eines Geschäftsjahres.

(2) Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Vize-Präsidenten, dem Past-Präsidenten, dem Beauftragten für Activity, dem Schatzmeister und dem Sekretär. Der Vorstand kann von Fall zu Fall oder regelmäßig auch andere Club-Mitglieder beratend zu seinen Sitzungen hinzuziehen.

(3) Der Vorstand vertritt den Club nach außen durch den Präsidenten oder durch den Vize-Präsidenten oder ein weiteres Vorstandsmitglied. Die Vollmacht des Vorstandes beschränkt sich auf das Vereinsvermögen.

(4) Der Vorstand leitet den Club auf der Grundlage dieser Satzung und gemäß den Beschlüssen der Mitgliederversammlung. Er kann einzelnen Vorstandsmitgliedern bestimmte Funktionen übertragen. Für Beschlüsse des Vorstandes gilt Artikel 11 (2) dieser Satzung sinngemäß.

(5) Der Präsident ist vor Ablauf von drei Jahren nicht wieder wählbar. Einmalige Wiederwahl ist in unabweisbaren Notfällen zulässig. Der Gründungspräsident kann für das auf die Gründung folgende Jahr wiedergewählt werden.

Artikel 13

(1) Die Auflösung des Clubs kann nur mit einer Dreiviertelmehrheit aller anwesenden Mitglieder beschlossen werden, wenn der Antrag auf Auflösung in der Tagesordnung angekündigt wird.

(2) Wird die Auflösung beschlossen, so obliegt dem Vorstand die Liquidation des Clubs, sofern die Mitgliederversammlung nicht andere Liquidationen bestimmt.

(3) Das nach Beendigung der Liquidation des Clubs verbleibende Vermögen ist an das Hilfswerk der deutschen Lions e.V. zu übertragen.

Artikel 14

(1) Die Mitglieder erklären ihr Einverständnis, in allen sonstigen Streitigkeiten in Lions-Angelegenheiten zunächst nach Art. XVIII der Satzung des Multi-Distrikts und der Schlichtungsordnung des Multi-Distrikts zu verfahren, bevor die staatlichen Gerichte angerufen werden können.

(2) Die Satzung einschließlich der Zusatzbestimmungen von Lions Club International, die Satzung des Multi-Distrikts 111 – Deutschland mit seinen Distrikten und die Beschlüsse des Governorrats zur Mustersatzung nach Art. XVI § 2 der MD-Satzung ergänzen diese Satzung und gehen ihr im Zweifelsfall vor.

 

Hermann Heinemann, Govenor Distrikt 111-RN

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